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Machtmissbrauch, Korruption & Ungerechtigkeit!

Das Überall-Theater hat mit drei Schauspielern die Vorstellung „Der zerbrochene Krug“ bei uns in der Schule gespielt. Dieses Theaterstück ist Bestandteil des Lehrplans und somit im Beruflichen Gymnasium auch Prüfungsrelevant. Das Theaterstück ist trotz seines Alters hochaktuell.

Kalendereintrag

Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug" handelt von einem Gerichtsprozess

Der Gerichtsprozess findet in einem kleinen Dorf statt. Im Mittelpunkt steht der Dorfrichter Adam, der über den Fall eines zerbrochenen Kruges urteilen soll. Die junge Eve beschuldigt zunächst ihren Verlobten Ruprecht, den Krug zerstört zu haben. Im Laufe der Gerichtsverhandlung wird jedoch deutlich, dass Dorfrichter Adam selbst der Täter ist. Er hatte Eve nachts aufgesucht, wurde überrascht und zerbrach auf der Flucht den Krug. Adam versucht während der Verhandlung, seine Schuld durch Lügen und Ausreden zu verbergen. Am Ende wird seine Täterschaft aufgedeckt, und er flieht.

Statt nur zu lesen: erleben!

Für Schüler:innen ist das Stück gut verständlich wenn es als Theaterstück gesehen wird. Die Handlung ist überschaubar und spielt an einem einzigen Ort, dem Gerichtssaal. Die Figuren sind klar gezeichnet und oft übertrieben dargestellt, was das Verständnis erleichtert. Besonders Dorfrichter Adam fällt durch sein auffälliges Verhalten auf, wodurch seine Schuld für das Publikum immer deutlicher wird. Der humorvolle und zugleich spannende Verlauf der Handlung sorgt dafür, dass dem Geschehen gut gefolgt werden kann. Durch das Spiel auf der Bühne werden Sprache, Gestik und Emotionen sichtbar, was das Textverständnis zusätzlich unterstützt.

Hohe Aktualität - trotz seines Alters

Trotz seines Alters (wurde ungefähr 1802 geschrieben) ist "Der zerbrochene Krug" auch heute noch aktuell. Das Stück thematisiert Machtmissbrauch, da Dorfrichter Adam seine Position nutzt, um seine eigene Schuld zu vertuschen. Dieses Thema ist auch in der heutigen Gesellschaft von Bedeutung, zum Beispiel im Zusammenhang mit Korruption oder Ungerechtigkeit in Politik und Justiz. Außerdem zeigt das Stück, wie schwierig es für Opfer sein kann, die Wahrheit zu sagen, wenn mächtige Personen beteiligt sind. Damit regt das Werk dazu an, über Gerechtigkeit, Verantwortung und den Umgang mit Macht nachzudenken, was es auch für heutige Schüler:innen sehr relevant macht.

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Wir bedanken uns herzlich beim Überall-Theater für die tolle Aufführung! Außerdem beim Schulförderverein Lockwitz – Für mehr Mitein­ander e.V. für die Unterstützung.