Das biopsychosoziale Modell
Das biopsychosoziale Modell betrachtet den Menschen als ein Zusammenspiel folgender drei Aspekte:
- Biologisch (Bio): Körperliche Aspekte wie genetische Disposition, Anatomie und Physiologie (Organe, Zellen, Nervensystem), Krankheiten, Verletzungen sowie Alter, Geschlecht und Ernährungszustand.
- Psychologisch (Psycho): Geistige und emotionale Prozesse, beispielsweise Gedanken, Gefühle (Angst, Freude, Trauer), Überzeugungen, Persönlichkeit, Bewältigungsstrategien und Stressverarbeitungsmechanismen.
- Sozial (sozial): Soziale Rahmenbedingungen und Lebensumfeld, darunter Familie, Freundschaften, kulturelle Prägung, sozioökonomischer Status, Bildungsstand, Arbeitsumfeld und gesellschaftliche Normen.
Dieses integrative Modell ermöglicht eine umfassende Betrachtung des Patienten und bildet die Grundlage für eine interdisziplinäre Therapie.
Betreuung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Mentorin Marie
Marie Mendritzki-H., gelernte Physiotherapeutin, Praxisanleiterin & Mentorin und Mitglied des etwa 40-köpfigen Teams des Rehazentrums in Dresden Strehlen, begleitete Georg während seines Praktikums. Sie legte besonderen Wert darauf, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Therapieansätzen zu erläutern, und verschaffte Georg so ein fundiertes Basisverständnis des Berufsbildes. Ihrer Erfahrung nach stellt die enge Kooperation im interdisziplinären Team einen besonderen Mehrwert für die Patientenversorgung dar, da alle Therapieformen unter einem Dach verfügbar sind und sich die Spezialist:innen jederzeit austauschen können.
Praktische Erfahrungen
Im Rahmen seines Praktikums erlernte Georg eigenständig einfache Anwendungen, beispielsweise das Befüllen und Auflegen von Kräuter- und Wärmepackungen zur Muskelentspannung, Durchblutungsanregung oder Schwellungsminderung. Zudem unterstützte er bei der Patient:innen-Koordination und konnte seine kommunikativen Fähigkeiten im direkten Kontakt mit den Patient:innen vertiefen.
Highlight der Praktikumszeit: die Arbeit am Schlingentisch.
Ein Schlingentisch ermöglicht es, einzelne Körperregionen mithilfe von Schlingen zu entlasten, die Schwerkraft zu reduzieren und Bewegungen zu erleichtern. Dieses Verfahren erweist sich insbesondere bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule als äußerst wirkungsvoll.
Wir danken Marie Mendritzki-H. und dem gesamten Team des Rehazentrums Dresden-Strehlen für die bereichernde Anleitung und Unterstützung während der Praktikumszeit.
Weitere Informationen zum Rehazentrum findest Du unter: https://rehazentrum-dresden.de/